Richard Merkle – Ein Minimalist aus Süddeutschland
Mit einer Leihgabe der Mercedes-Benz Art Collection

Die Mercedes-Benz Art Collection unterstützt die Ausstellung „Richard Merkle – Ein Minimalist aus Süddeutschland“ mit einer Leihgabe aus ihrer Sammlung.
Über die Ausstellung: Von Breuer bis van der Rohe, von Wegner bis Starck, die Geschichte des Stuhldesigns im 20. Jhdt. spiegelt das Bestreben nach einer perfekten Kombination von Funktion und Form. Die Wandstühle, sicher das bekannteste Objekt von Richard Merkle unterscheiden sich von den genannten Vorläufern in vielen wichtigen Aspekten. Für eine Massenfertigung ungeeignet sind sie Kunstobjekte und erscheinen als geometrische Farbtafeln, bis ein verborgener Mechanismus die Farbflächen zu einer eher spartanischen Stuhlform faltet. Man rezipiert das Objekt durch Benutzung. Die Farbkombinationen konnten zum Entstehungszeitpunkt vom Auftraggeber gewählt werden. Als Modelle dafür fungieren die kleinen bemalten Holztafeln, die aber ebenso als eigenständige Kunstwerke gültig sind. Angeregt ist deren Farbgebung durch den Düsseldorfer Maler Imi Knoebel. Wie überhaupt man prominente Lehrer, Vorbilder für die Person Richard Merkle reklamieren muss: Achim Kubinski, der legendäre Stuttgarter Galerist, Joseph Kosuth, der amerikanische Konzeptkünstler, dessen Assistent er für einige Jahre war – um nur diese beiden zu nennen. Sein Werk dagegen ist genuin, anspruchsvoll, akribisch, eigenständig und gehört mit zum Besten, was aktuelle Kunst ausmacht. (Esslinger Kunstverein e.V. in der Villa Merkel)